„Fallzahlen … ntv … Inzidenz … Newsticker … Rekordwerte … neue Regeln … Wellenbrecher … Lockdown … Tagesschau … Teststrecke “

Das Jahr 2020 steckt voller Überraschungen und erinnert uns nachdrücklich daran, dass nichts im Leben so beständig ist, wie die Veränderung.

Dabei hatten wir es uns gerade sehr gemütlich gemacht, alles hat funktioniert: Am Morgen weckt uns der Kaffee, wir stellen uns mit unserem Auto in den Stau oder fliegen zu einem wichtigen Meeting ins Ausland. Wir sind wichtig, treffen uns zum Essen mit Geschäftspartnern oder Freunden, erledigen unsere Einkäufe auf dem Heimweg und schauen am Abend noch die Nachrichten, um gut informiert zu sein. Kommen wir früh genug nach Hause, sehen wir unsere Kinder noch kurz, bevor sie schlafen. Das Wochenende dient der Aufarbeitung unerledigter Dinge und eventuell dem Sport. Alles funktioniert… nein, wir funktionieren im Rahmen der Gewohnheit und das gibt uns Sicherheit.

Plötzlich ist alles anders. „C“ zwingt uns umzudenken. Es hat die Welt erobert und begegnet uns überall: im Radio, im Fernsehen, im Internet, in den sozialen Medien. Alle berichten in einer Endlosschleife über die Auswirkungen, Tests und Abstandsregeln. Auch Freunde im Gespräch miteinander scheinen kaum mehr ein anderes Thema zu kennen. Viele dieser Nachrichten erreichen uns mehrmals täglich, sodass wir nach Monaten, vom Informations-Overkill erschöpft, in der Angst landen.

Ja, „wir“ befinden uns in einer Krise und es tut gut sich zu erinnern, dass es immer Krisen gab und wir einige davon bereits überstanden haben.

„Es geht mir nicht gut. Ich kann nicht mehr. Ich habe Angst.“

 … diese Aussagen überraschen kaum, denn es scheint, als bliebe nach der täglichen Druckbetankung mit negativen Nachrichten kein Platz mehr für das Leben.

Schauen wir doch mal an, womit die meisten von uns gerade konfrontiert sind: Wir müssen Masken tragen, wenn wir einkaufen gehen und wir dürfen uns im Augenblick nur mit wenigen Menschen treffen. Wir können nicht reisen und nicht essen gehen. Das ist nicht schön.

Nun können wir unser Schicksal dauerhaft beklagen oder es annehmen, wie es ist. Es hilft uns kein Meckern und kein Nörgeln. Die Realität ist, wie sie ist und wenn wir mit ihr streiten verlieren wir in 100 % der Fälle. Der  Energieverlust ist enorm.

Oder wir können das akzeptieren was ohnehin schon da ist. Der Augenblick der Annahme ermöglich uns ein freieres Denken und die Chance konstruktiv mit der Situation umzugehen. Wir haben die Wahl.

 

„Wir sind, was wir denken. Alles, was wir sind, entsteht aus unseren Gedanken. Mit unseren Gedanken formen wir die Welt.“ (Buddha – Siddharta Gautama)

 

Vorschlag für ein Alternativprogramm:   

Sorge für Freude und Entspannung

Die körperliche Entspannung kann z.B. über ausreichenden Schlaf, tägliche Ruhezeiten, Massage, Yoga oder Meditation erreicht werden. Dazu brauchst Du nur Dich selbst und einen Rückzugsort. Du kannst Dir selbst die Füße massieren und damit beginnen, Dir geführte Meditationen über Youtube anzuhören. Tanze, singe, lache, male und genieße die Sonne, den Herbstwald, das bunte Laub.

Die emotionale Entspannung ist in dieser Zeit besonders wichtig. Unsere Gefühle zeigen sich im Körper. Vielleicht schnürt uns die Angst den Hals zu oder wir haben ein flaues Gefühl im Magen. Beobachte Deinen Körper dabei, bevor die Angst-Gedanken die Führung übernehmen. Die Resonanz im Körper verändert sich, wenn wir sie beobachten. Sie wandert vielleicht und wird schwächer. Das können wir wahrnehmen. Lasse die Angst langsam los und mache Platz für Vertrauen und Mut.

Finde etwas, das Dir gute Gefühle bereitet. Höre wundervolle Musik, die beruhigt und beschwingt. Lies Bücher, die lehrreich sind oder schaue Videos und höre Podcasts, die Dich erfüllen und friedlich werden lassen oder Dich zum Lachen bringen.

C-Detox

Lasse den C-Informations-Overkill vor der Tür. Niemand zwingt Dich dazu, den Fernseher anzustellen, Du musst nicht jeden verfügbaren Artikel darüber lesen und schon gar nicht weitere Fakten über Social Media sammeln. Du darfst darüber nicht informiert sein.

Gleichzeitig musst Du nicht ständig über dieses Thema reden. Durch ein C-Detox koppelst Du Dich von der Flut der Informationen, der Gedanken und Ängste anderer ab. Du löst Dich aus dem Strudel der angstbesetzen Energien. Du kannst selbst entscheiden, worüber Du reden möchtest. Du hast es in der Hand.

Darüber hinaus können wir dankbar sein für ein Leben im Wohlstand. Wir haben Wasser, Lebensmittel, eine warme Wohnung, Strom und eine Dusche, Telefone, unsere Freunde und die Familie.

 

„Ich will wissen, ob du alleine mit dir sein kannst und ob du deine Gesellschaft in den leeren Momenten des Lebens wirklich magst.“ (Oriah Mountain Dreamer, Indian Elder)

 

Lerne, mit Dir allein zu sein und diese kostbare Zeit zu genießen.

Bewege Dich. Für Hundebesitzer ist das leicht. Alle anderen dürfen auch ohne Hund joggen, Radfahren, wandern oder zuhause Yoga praktizieren. Ist der Körper beweglich, kann sich auch der Geist öffnen und beweglich werden.

Finde positive Entwicklungen

Die Natur darf sich erholen, der Fluglärm hat nachgelassen, viele Geschäftsreisen sind unnötig geworden und plötzlich sind Meetings online machbar, die Umweltverschmutzung kann zurückgehen. Viele Menschen sind sehr kreativ geworden, sei es in der Herstellung modischer Masken oder in der Umstrukturierung des eigenen Geschäftes. Es weht ein neuer Wind.

Finde Deine persönlichen Vorteile. Vielleicht sparst Du eine Menge Zeit, weil Du nicht mehr den langen Weg zur Arbeit im Bus verbringen musst. „Homeoffice“ war immer wieder eine Idee, die Dein Chef vorher nicht genehmigen wollte.

Du hast plötzliche Zeit für Deine Kinder und kannst mit ihnen gemeinsam zu Abend essen.

Sicher gibt es noch mehr.

Nutze die Veränderung

Frage Dich, was Du wirklich gerne tun würdest und bisher nicht getan hast oder seit sehr langer Zeit nicht mehr getan hast, aus welchen Gründen auch immer. Die Umstände haben sich gerade geändert. Frage Dich: Was würde mich begeistern? Was würdest Du tun, wenn Du nur für Dich selbst sorgen müsstest? Die Zeit dafür wird Dir vielleicht gerade geschenkt.